Unser Fahrschul-Knigge (Stand Januar 2026)

13. Januar 2026

Warum braucht es überhaupt einen «Knigge»? Ganz einfach, weil wir immer wieder FahrschülerInnen von anderen Fahrschulen übernehmen und diese uns haarsträubende Geschichten erzählen. Das tut uns immer sehr leid.

Uns erstaunt immer wieder:

  • Dass die FahrschülerInnen sich nicht wehren gegen verschiedene No-Go’s.
  • Dass sie viele Fahrstunden in einer vergifteten Lernatmosphäre machen.
  • Und dafür noch bezahlen.

Regeln die FahrlehrerInnen unbedingt einhalten sollten:

  • Respektvolle Kommunikation – keine abwertenden oder spöttischen Bemerkungen, kein Anschreien, keine komischen Laute wie tztztz.
  • Kritik – konstruktiv, sachlich und fair und immer auf das Fahrverhalten bezogen – nicht auf die Person.
  • Keine körperlichen Grenzüberschreitungen – Berührungen nur, wenn sie aus Sicherheitsgründen zwingend notwendig sind.
  • Null Toleranz bei sexuellen Annäherungen – keine zweideutigen Bemerkungen, keine Flirts, keine unangemessene Nachrichten, keine persönlichen Einladungen.
  • Keine Diskriminierung – weder ausländer- noch religionsfeindlich. Abwertende Kommentare über Herkunft, Hautfarbe, Sprache oder sexuelle Ausrichtung sind ein absolutes Tabu.

Für diese Regeln tragen wir FahrlehrerInnen die Verantwortung – jeder Einzelne!

Regeln für FahrlehrerInnen und FahrschülerInnen

Pünktlichkeit und Ehrlichkeit

  • Bitte gib uns ehrlich und rechtzeitig Bescheid, wenn du nicht kommen kannst oder willst. Beachte die Abmeldefrist resp. akzeptiere, dass du vergessene oder zu spät abgesagte Fahrstunden bezahlen musst (z.B. wie beim Arzt).
  • Sollten wir massiv zu spät kommen, ist es selbstverständlich, dass wir dich darüber informieren. Verkürzte Fahrstunden müssen nur anteilig bezahlt werden.
  • Wenn es zeitlich möglich ist, «hängen wir selbstverständlich die versäumten Minuten hinten an».

Rückmeldungen – in beide Richtungen

  • Wir geben dir ein ehrliches und respektvolles Feedback.
  • Auch wir wünschen uns das von dir.
  • Sag uns direkt was wir verbessern können. Wir nehmen Kritik nicht persönlich – sie hilft uns besser zu werden.

Die Zahlungsmoral

  • Fahrstunden und Abos werden im Voraus bezahlt (vergleiche es mit dem Eintritt ins Fitnesscenter).
  • Das schafft Klarheit und Planungssicherheit und vermeidet Missverständnisse.

Handy

  • Dein Handy gehört während der Fahrstunde in die Tasche – stumm geschaltet.
  • Deine Aufmerksamkeit ist entscheidend für deinen Lernerfolg.

Offenheit und Vertrauen

  • Sag uns, wenn du nervös bist
  • Wenn es dir aus anderen Gründen nicht gut geht.
  • Wenn du Medikamente nehmen musst (generell oder akut).
  • Wenn du Autistin oder ADHSler bist, oder an einer anderen Einschränkung leidest.
  • Was im Fahrschulauto besprochen wird ist vertraulich – auch gegenüber deiner Eltern. Ausnahme: du gibst uns die Einwilligung weil es wichtig für dich und deinen Lernprozess ist.

Lernbereitschaft und Respekt

  • Wir bringen dir alles so bei wie es für die Führerprüfung und im Alltag korrekt und relevant ist – Schritt für Schritt.
  • Dafür wünschen wir uns, dass du bereit bist zuzuhören, Neues auszuprobieren, Fehler einzusehen und zu akzeptieren.
  • Wir sind Fachpersonen mit einer breiten Ausbildung und viel Erfahrung. Vertrau uns, wir wissen was du bei der Prüfung können musst.

Sicherheit geht vor

  • Komm nüchtern und ausgeruht zur Fahrstunde.
  • Wenn du dich nicht fit fühlst, sag lieber ab.

Respekt und Vielfalt

  • FahrlehrerInnen sind das «Abbild» der Gesellschaft – wir sind sehr verschieden. Das ist gut so.
  • Dieser «Knigge» zielt nicht gegen FahrlehrerInnen sondern ist unsere persönliche Haltung, die wir vertreten und unserer Meinung nach alle FahrlehrerInnen einhalten sollten.

Humor und Menschlichkeit

  • Wir nehmen unsere Arbeit ernst – aber uns selber nicht immer.
  • Wir lachen gerne und oft. Dies macht die Lektionen leicht und fröhlich und das Lernen einfacher.
  • Gegenseitige Wertschätzung ist das A und O um leicht zu lernen und zügig vorwärts zu kommen.

Die Führerprüfung

  • Bereite dich gut vor – repetiere auch theoretische Unsicherheiten.
  • Gesund, ausgeschlafen und selbstverständlich nüchtern an der Prüfung zu erscheinen ist eine Selbstverständlichkeit.
  • Kleide dich korrekt und sauber (nicht ausserordentlich und speziell)
  • Sei du selber – sei authentisch!
  • Bitte versuche keine Vorurteile den Experten gegenüber zu haben – wir haben tolle erfahrene Experten am Strassenverkehrsamt Zürich, die gute verantwortungsvolle Arbeit leisten.
  • Glaub die «Räubergeschichten» nicht, die über die Experten erzählt werden. Sie sind oft ein Selbstschutz von Menschen, die nicht gut zu ihren eigenen Fehlern stehen können oder etwas falsch verstanden haben.
  • Teil uns immer mit, wenn du trotzdem eine komische oder aus deiner Sicht spezielle Erfahrung gemacht hast während der Prüfungsfahrt. Wir setzen uns selbstverständlich für dich ein (objektiv und wohlwollend).
  • Wir sind mit den Chefexperten oft im Gespräch und bringen Kritik und Lob gerne an.
  • Wir räumen Missverständnisse aus dem Weg! Soweit wir können.